Dem Himmel so nah!

Dem Himmel so nah!

Wir verlassen Mendoza nur ungern. Der gute Wein, das wunderbare Rindsfilet aus dem Jumbo (sozusagen der Globus von Argentinien) und die tollen Erlebnisse in der Natur waren unvergesslich und werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Danke Mendoza!

Kurz hinter Mendoza geht es bereits wieder in die Höhe. Der Nationalpark Leoncito liegt auf einem Altiplano zwischen zwei Bergketten. Wir bleiben eine Nacht und beobachten den einmaligen Sternenhimmel, an dem wir uns fast nicht sattsehen können. Da es hier mitten im Nichts kein Umgebungslicht gibt, sieht man unglaublich viele Sterne. In der Schweiz sieht man dies nirgends. Es ist einfach wunderschön.

Wir sind immer wieder froh, dass wir unsere Route nicht geplant haben und so auch nicht genau wissen, wo welche Highlights sind. So haben wir nie das Gefühl, irgend etwas zu verpassen. Wenn wir dann aber wie im Nationalpark Talampaya überrascht werden von einem solch ausserordentlich schönen Naturspektakel, können wir einfach nur noch staunen. Wenn man nämlich nichts plant und somit auch nichts erwartet, trifft einem so ein gewaltiger Anblick doppelt! Wir sagen dies also sehr gerne: Diese Felsformationen, diese Farben und die unendlichen Weiten im Nationalpark Talampaya muss man unbedingt gesehen haben. Aber hey: Nicht vorher googeln. Einfach hinfahren und staunen!

Nach dem gemeinsamen Ausflug in den Nationalpark trennen wir uns von Karin und Didi für ein paar Tage. In Cafayate überkommt Conny den dringenden Wunsch nach einem Abstecher in ein Hotel. Wir fahren in Tolombón (ca. 15 Kilometer vor Cafayate) an einem schönen Boutique-Hotel vorbei: Alta La Luna heisst es. Hier bleiben wir, trinken unanständig guten Wein auf der gemütlichen Veranda, liegen gemütlich am Pool, telefonieren und mailen mit Freunden und Familie und breiten uns im Hotelzimmer wieder mal so richtig aus. Ferien vom Reisen halt. Das muss ja schliesslich auch mal sein. Und wenn schon, dann richtig!

Nach zwei Ferientagen freuen wir uns aber bereits wieder aufs Büssli. Wir fahren dank einer Empfehlung (vielen Dank Rolf, es war einfach Spitze!) auf der alten Ruta 40 in Richtung Salta. Zwischenhalt machen wir auf dem Weingut Colomé bei Molinos. Wir kommen uns vor wie im siebten Himmel: Herrlicher Wein, gutes Essen und tolle Gastfreundschaft. So werden wir empfangen – auch ohne Voranmeldung. Wir haben sogar noch mehr Glück: Wir erhalten eine kostenlose Privatführung durch die Ausstellung von James Turrell, dessen Museum auf dem Weingut steht. Wir sind ja sonst nicht so die Museumsgänger. Aber was der amerikanische Lichtkünstler Turrell dort oben geschaffen hat, ist einfach der Wahnsinn. Wie verlieren uns sprichwörtlich in seinen Kunstwerken.

Da wir leider im Weingut nicht übernachten können, fahren wir zurück nach Molinos, wo wir fast alleine auf dem Camping Municipal stehen und die Erlebnisse sacken lassen können. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Cachi, wo wir zufällig bereits wieder auf Karin und Didi treffen. Wir verbringen zwei gemütliche Abende auf dem Camping. Am zweiten Abend pünktlich zum Basler Fasnachtsbeginn trommelt Conny den Morgestreich. Auf jeden Fall werde ich (Conny) diesen Morgestreich so schnell nicht vergessen!

Es geht wieder mal über einen Pass. Diesmal aber nur über 3’500 Meter. Das Spezielle dabei ist, dass wir von der Wüste in die Tropen fahren. In Salta ist es schwülwarm, rundum ist es grün und es wird Tabak angebaut. Da uns aber Salta trotz anderslautender Aussagen nicht sonderlich gefällt, fahren wir nach nur einer Nacht weiter. Nach einem letzten Rindsfilet vom Grill geht es wieder in die Höhe. Kurz nach Purmamarca übernachten wir auf knapp 3’000 Metern, um uns ein wenig zu akklimatisieren. Dort treffen wir zufällig auf Sabsi und Elia, zwei Berner, die mit ihrem Hyundai auch in Richtung Norden unterwegs sind. Wir verabschieden uns in der Zwischenzeit von ihnen, werden sie dann aber in Bolivien wieder treffen.

Am nächsten Tag liegt ein langer Fahrtag gespickt mit unzähligen Highlights vor uns. Unser Büssli erreicht mühelos den ersten Pass auf fast 4’200 Meter. Dahinter gelangen wir auf eine Ebene mit den Salinas Grandes. Wir kommen uns jetzt schon vor wie in Uyuni. Auch wir machen hier schon mal die obligaten Bilder. Wirklich cool oder?! Danach geht es zum Grenzübergang auf dem Paso Jama auf über 4’300 Metern Höhe. Wir sind wieder in Chile. Und es geht noch weiter in die Höhe. Am späten Nachmittag erreichen wir unsere maximale Höhe an diesem Tag von 4’820 Metern. Bravo: Der Bus und wir haben es geschafft! Sau guet 🙂

Müde aber überglücklich kommen wir gegen acht Uhr in San Pedro de Atacama an, einem lebendigen Ort mit Touristen aus aller Welt. Hier bleiben wir drei Nächte, füllen die Lebensmittel auf und bereiten uns auf die Lagunenrute in Bolivien vor. Morgen geht es los, dann sind wir für einige Tage offline auf über 4’000 Metern Höhe. Sabsi und Elia warten bereits an der Lagune. Also nix wie los. Ein neues Abenteuer in luftiger Höhe beginnt!

Hasta luego amigos
Remo und Conny

Fazit: Bis jetzt hat unser Büssli die dünne Luft sehr gut gemeistert. Hoffen wir, dass das so bleibt!

Rindsfilet vom Grill: Remo und Didi sind in ihrem Element!
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7 Gedanken zu „Dem Himmel so nah!

  1. Hallo Ihr Zwei
    Es sind wieder wunderschöne Bilder. Der „Herrgott“ hat wirklich eine wunderschöne Natur geschaft 😉 Schade machen die Menschen so viel kaputt!!!
    Ich wünsche Euch weiterhin eine gute, gesunde und interessante Weiterreise.
    Liebe Grüsse Marie-Therese

    P.S. Freue mich schon auf Bolivien!!

  2. Hallo Zäme

    Viele Dang für die wunderschöne Fotis.
    Es isch ächt e Traum das alles mitzverfolge.

    Gniessets und gänd Sorg!

    Gruess

    Mägge

  3. Hoi Ihr zwei Landstricher, mir verfolge Euri Reis mit vill Gnuss und finde s immer wider spannend go z luege won ihr sind. Macht mega gluschtig, nit nur die ville Rindsfilets mit tollem Wy.

    1. Sorry der Kommentar geht nicht direkt unter das Bild. Ich spiele auf das Bild mit den großen Kakteen hin.

      LG von den wieder heimgereisten

      Christian & Agnes

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